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Installation der Hardware Kommen wir zum handwerklichen Teil des Webcams-Aufbaus.
Zuerst muss der PC einen noch freien PCI-Slot haben. Diese sind auf mordenen Mainboards ab Pentium 60 vertreten und sind weiss und kürzer als die schwarzen ISA-Slots. Dann wird zuerst die Hauppauge Win TV nach dem deutschem Handbuch eingebaut. Wichtig ist, das diese Karte fest im Slot später sitzt und wenn möglich, weit von anderen Karten einen Abstand hat, da sonst es in Desktobgehäusen zu Hitzeproblemen führen kann. Dann wieder den PC zusammenschrauben und die Treiber & Software von der CD installieren. Nun sollte nach mehrfachem Neustarten sich die Videokarte nach einem Klick auf der Win-TV-Icon mit einem blauem oder "Ameisentestbild" melden. Gratulation: Die Karte wurde richtig installiert ! Nun den PC ausschalten und die eigentliche Kamera am gewünschten Standort befestigen. Wenn die Kamera montiert ist, muss das Video- & Stromkabel verlegt werden. Dabei sollte das Kabel nicht geknickt oder gequetscht (Achtung Fenster! ) werden. Das Schwach-Stromkabel zwischen Kamera und Netzteil darf hierbei nicht länger als 15m, das Videokabel zwischen PC und Cam nicht länger als 30 m sein. Zur festen Verlegung von Outdoor-Cams eignet sich 6-adrige Klingelleitung sehr gut, da hier neben den Adern für Videosignal und Strom auch noch ein Paar für Motorsteuerung, Audio oder Infrarotbeleuchtung zur Verfügung steht. Bevor das Kabel an Kamera oder PC angesteckt wird, sollten Sie mit einem Multimeter die Adern auf Kurzschluss durchmessen. Wenn alles dann angesteckt ist, und auch der PC wieder läuft, sollte das Kamerabild auf dem PC erscheinen. Nun nur noch einen Neustart und die Webcam-Software installieren - fertig.
Bei Windows 95, ist USB erst in der C-Version verfügbar und dennoch gibt es hier in der Regel Probleme. Unter Win98, 2000 und XP heißt die Devise echtes Plug und Play: Kamera einstecken, Treiber von der mitgelieferten CD installieren und dann die Webcam-Software einrichten. Einfacher geht's nicht ! Zwischen Kamera und PC sind maximal 8m USB-Kabel ohne zusätzlicher Nachverstärkung möglich. D.h. zu den werkseitigen 3m, welche an der Kamera von Werk aus dabei sind, können Sie noch eine 5m USB-Verlängerung verwenden. Darüber hinaus, bei 5m bis maximal 10m benötigen Sie einen aktiven Hub, welcher das USB-Signal verstärkt. Zusammen mit einem 5m Kabel zwischen PC und Hub sind so 15m Strecke zwischen Kamera und PC insgesamt möglich. Durch das Hintereinanderschalten von mehreren Hubs ( alle 5m) sind so bis zu 35m Übertragungsstrecke möglich.
Die Cam wird statt (!) dem Drucker angeschlossen und der Treiber installiert. GGf. muss noch im BOIS des PC's, der Druckerport LPT1 auf "ECP" eingestellt werden. Dann die Webcam-Software installieren und der Spaß kann los gehen. Aber auch hier sollte man einiges beachten: Diese Cams vertragen sich nämlich nicht mit Zip-Laufwerken, Scanner oder manchen Druckern (spez. Laserdrucker). In diesem Fall lohnt sich die Anschaffung einer zweiten Paralellportkarte für den PC. Leider sind diese Kameras zwischenzeitlich stark ausgestorben und nur noch gebraucht bei ebay zu finden. Einfach im Betrieb und Installation sind Netzwerkkameras. Vorallem gelten diese Kameras als sehr sehr zuverlässig, da kein PC oder Windows abstürzen tut. Hier haben sich die Mobotix- und Axis-Kameras einen festen Platz gesichert. Die Installation ist Netzwerk meist kein Problem. Und auch an ISDN-Anschlüssen können z.B. die Mobotix-Kameras direkt betrieben werden. Die Kamera wird mittels RJ45-Patchkabel an das vorhandene Netzwerk angeschlossen. Da in den Kameras ein Webserver arbeitet, kann die Kamera einfach mittels Browser und dem TCP/IP-Protokol ansgeprochen werden. Diese Funktionsweise erlaubt es fast beliebigviele Netzwerk-Cams in einem Netzwerk zu installieren.
Leider ist dies bei den normalen Webcams mit den normalen Treibern nicht möglich. Es gibt jedoch die Möglichkeit an einem PC mehrere Cams verschiedener Bauart, z.B. AV und Parallel-Cams, gleichzeitg an einem PC zu betreiben. Dies hängt aber sehr von der verwendeten Hardware ab. Es liegt sehr nahe mehrere
USB-Cams an einem PC anzuschliessen.
Hierfür wird neben einer guten AV-Kamera mit Videokarte, auch eine hohe Übertragungsart benötigt. Um ISDN kommt hier somit keiner vorbei, da selbst bei einem 56k-Modem der Upload der Bilder ins Netz nur mit 33.6 bauds erfolgt. Gerade bei Veranstaltungen werden sehr oft echte Live-Streaming auf Real-Video-Basis gewünscht. Leider wird hierfür neben Spezial Soft & Hardware auf der Aufzeichungs sowie Serverseite, auch eine sehr gute Breitbandanbindung ( mindetens 2 Mbit) benötigt. Andersrum sind solche Übertragungen für Besucher nur halbinteressant, da diese meistens (selbst bei ISDN) nicht um die nötige Anbindung ans Internet verfügen und somit nur eine stockenden Übertragung erhalten. Bei sehr vielen gleichzeitigen Besuchern verringert sich dies nocheinmal. Somit sind derzeit Live-Übertragungen mangels der fehlenden oder nur sehr teuren Bandbreite grössten Teils unrentabel. Als günstige und praktikable Streaminglösung, haben sich daher Netzwerkkameras an DSL-Anschlüsen bewährt. Diese erlauben einen Livestreamabruf direkt von der Kamera bis maximal 10 User, wobei auch die Uploadbandbreite dementsprechend hoch sein muss. |